Kinoprogramm 13.-26. Juni 2013
13.-19. Juni 2013
Oben ist es still :: Do 20:30/Fr-Mi 20:15
Drama, NL/DE 2013, 92 Min. Regie: Nanouk Leopold
Oben ist es still (OmU) :: Do-Mi 22:00
Drama, NL/DE 2013, 92 Min. Regie: Nanouk Leopold
Paradies: Liebe :: Do-Mi 18:00
Drama, Ö/D/F 2012, 121 Min. Regie: Ulrich Seidl
Paradies: Glaube :: Do-Mi 18:15 + Fr-Mi 20:30
Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min. Regie: Ulrich Seidl
Der böse Onkel :: Do 22:15/Fr-Mi 22:45
Drama, Schweiz/D 2011, 98 Min. Regie: Urs Odermatt
Filmarche: Kurzwaren #2 :: Do 20:15
5 Filme in 70 Minuten, D 2011/12, Regie: Diverse

Shorts Attack im Juni
Doktorspiele
27.06. 20:00 Uhr
Der Krankenhaus-Report: Ärzte und Sanitäter voll im Einsatz. Sie retten, wo es nur geht! – In 9 Filmen und 86 Minuten. Zwischen Wellness und Noteinsatz: Shorts Attack feiert im Juni außergewöhnliche Helden in Weiss – und deren tapferen Opfer.
Schon mal Schlafstörung gehabt?! Die Case Studies bieten heiter Erhellendes. – Schon mal im Krankenhaus halluziniert?! Mr Foley kann sprichwörtlich ein Lied davon singen. – In der Klapse schon mal Hirngespinstge gehabt?! Grimms Meise ist lustiger als es die Ärztin zulassen kann.
Schon mal als Sanitäter gejobbt?! Bei Rette sich wer kann gehts daneben. – Schon mal eine schlimme Krankheit gehabt?! Das Mädchen in Krake steht auf ihr Geschwür. – Schon mal eine Babyklappe besucht? Hatch zeigt moderne Eltern und thematisiert die Freuden der Homo-Ehe.
Schon mal Opfer gewesen?! Stillstand zeigt, dass es auch Täter nicht leicht haben. – Schon mal so richtig Paranoia gehabt?! In Dix explodiert die Psyche. – Schon mal im Krankenhaus die Apparate selbst bedient?! Insertion bietet eine Lösung zur Errettung der Weltwirtschaft.
Freiluftkino Pompeji
Freier Fall
Liebesdrama, D 2012, 100 Min. Regie: Stephan Lacant
Darsteller: Hanno Koffler, Max Riemelt, Katharina Schüttler
Jetzt wird es in Pompeji richtig heiß - und möge es bitte auch trocken bleiben -, wenn wir euch den Film mit dem "schönsten Liebespaar der Berlinale" (Knut Elstermann) zeigen. In den Hauptrollen als schwule Polizisten sind zu bewundern der großartige Hanno Koffler und der allseits beliebte Max Riemelt, schön schnoddrig wie immer.

20.-26. Juni 2013
Fuck for Forest :: Do-Mi 20:00 + 23:30
Doku, PL/D 2012, 86 Min. Regie: Michał Marczak
Frohes Schaffen :: Do-Mi 20:30
Doku, D 2012, 98 Min. Regie: Konstantin Faigle
Oben ist es still :: Do-Mi 18:00
Drama, NL/DE 2013, 92 Min. Regie: Nanouk Leopold
Oben ist es still (OmU) :: Do-Mi 21:45
Drama, NL/DE 2013, 92 Min. Regie: Nanouk Leopold
Paradies: Liebe :: Do-Mi 18:15
Drama, Ö/D/F 2012, 121 Min. Regie: Ulrich Seidl
Paradies: Glaube :: Do-Mi 22:30
Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min. Regie: Ulrich Seidl
Das läuft im Kino
Oben ist es still
Helmer lebt allein mit seinem alten Vater auf einem Bauernhof in Zeeland. 50 Kühe, ein paar Schafe, zwei Esel. Eigentlich hätte der verstorbene Bruder den Hof weiterführen sollen. Jetzt, mit Mitte fünfzig, fasst Helmer den Entschluss, ein eigenes Leben zu führen. Er bringt den Vater, der nicht sterben will, ins obere Stockwerk und richtet sich unten neu ein. Doch die ungelebten Träume wird er nicht so ohne Weiteres los.
Eröffnungsfilm der Reihe Panorama Spezial auf der diesjährigen Berlinale. Und der letzte Film mit Jeroen Willems, der im Dezember 2012 während einer Theaterprobe an einem Schlaganfall verstarb. Nanouk Leopold ist eine niederländische Filmregisseurin, deren bekanntester Film vielleicht Brownian Movement (2010) ist.
"Oben ist es still" ist mit Sicherheit Nanouk Leopolds schönster, vermutlich auch ihr bester Film. Ein sanft rhythmisierter Reigen des Verzichts: unterdrücktes Begehren und tief sitzende Traurigkeit in den kammerspielartigen Innenszenen, dazwischen gelegentlich ein fast traumartiges Aufatmen in den mit der Handkamera gefilmten, gleitenden Außenszenen, bei den Schafen und Eseln.
taz.de
Drama/Literaturverfilmung
NL/DE 2013, 92 Min.
Regie: Nanouk Leopold, nach dem Roman von Gerbrand Bakker
Darsteller: Jeroen Willems, Henri Garcin, Martijn Lakemeier
Der böse Onkel
Trix Brunner, alleinerziehende Mutter, ist vor Jahren aus der Stadt aufs Dorf gezogen. Sie beschuldigt den Sportlehrer ihre Tochter sexuell belästigt zu haben. Das ganze Dorf ist empört! - über die Mutter, die solches behauptet.
Rasant in der Montage, witzig und unerschrocken nähert er sich auf unterhaltende und unkonventionelle Art und Weise dem Thema des sexuellen Missbrauchs an. Odermatt hat mit seinem Film einen künstlerischen Rohdiamanten geschaffen. Zukunftweisend für eine ganze Branche. Kino von Morgen! (art-tv.ch)
Und tatsächlich ist "Der böse Onkel" ein grandios brausender Bilderstrom, ein Montagefeuerwerk, ein Overkill an formalen Mitteln, die sich zu einer bitterbösen Farce zusammenschließen. (br.de)
Kurzum: Der böse Onkel ist ein verstörender Film, den man nicht so schnell wieder vergisst, er ist im besten Sinne eigensinnig, kantig und roh, er schreit konsequent unbequeme Fragen heraus, regt in jedem Fall zum Diskutieren an. Was kann ein Film denn noch mehr leisten? (kino-zeit.de)
Urs Odermatt kennt kein Pardon gegenüber den allesamt bösartigen Protagonisten seiner Handlung. Nicht nur der eigentliche Täter ist schuldig, sondern die gesamte verkommene Gesellschaft. Der perfekt inszenierte und vor allem montierte Film verstört und entlässt das Publikum betroffen aus dem Kino. (SWR 2)
Experimentalfilm/Drama
Schweiz/D 2011, 98 Min.
Regie: Urs Odermatt, nach seinem eigenen Theaterstück
Darsteller: Jörg-Heinrich Benthien, Miriam Japp, Paula Schramm
Paradies: Glaube
"Fassbinder ist tot, also gab uns Gott Ulrich Seidl."
John Waters
Anna Maria ist strengste Katholikin. Sie rutscht auf Knien betend durch die Wohnung, ihr Haus hat mehr Kruzifixe als eine Kirche und zur Strafe für fremde Sünden peitscht sie sich aus. Eines Tages kehrt ihr Ehemann Nabil, ein im Rollstuhl sitzender Moslem, nach Jahren der Abwesenheit aus Ägypten zurück und fordert seine Rechte als Ehemann ein. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt.
Zweiter Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie. Die abgründige Liebesgeschichte im Zeichen des Kreuzes erzählt, was es heißt, das Kreuz auf sich zu nehmen. Ausgezeichnet mit dem Spezialpreis der Jury beim Filmfestival in Venedig 2012.
All das könnte man fast für Satire halten, würde es nicht von Maria Hofstätter absolut überzeugend vorgeführt. Die österreichische Schauspielerin, seit Mitte der Neunziger bei Seidls filmischen Exaggerationen dabei, spielt diese religiöse Irrläuferin mit solcher Hingabe und Entschlossenheit, dass die Frau zusehends normal erscheint. Doch wie immer bei Seidl erwächst aus der Normalität das Monströse. Und so verbirgt sich hinter dem selbstgenügsamen Idyll der masochistischen Flagellantin zwischen masturbativem Konklave und meditativem Heimorgelspiel auch ein säkularer Horror.
Der Spiegel
Drama, Ö/F/D 2012, 113 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Maria Hofstätter, Nabil Saleh, Natalya Baranova
Paradies: Liebe
Erster Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie: Teresa ist 50 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und nicht mehr besonders gut in Form. Sie teilt ein Schicksal, das in Westeuropa nicht nur männlich ist: null Sexualleben, unaufgeregter Lebensabend, unselbständige Kinder.
Was ihr am meisten fehlt, ist für sie jedoch unerschwinglich: das Gefühl, begehrt zu werden. Ihre Sehnsucht nach Liebe und der Marktwert ihres Körpers driften proportional auseinander.
Im Urlaub in Afrika möchte Teresa davon eine Auszeit nehmen. An den weißen Stränden Kenias gibt es zahlreiche Männer im Angebot. Als sogenannte Sugarmamas genießen Teresas Freundinnen die Liebesdienste junger schwarzer Beachboys, die sich so ihren Lebensunterhalt verdienen.
Nach einigen Jahren Funkstille trumpft der kompromisslose Chronist Ulrich Seidl mit seiner Trilogie zu den Themen Liebe, Glaube und Hoffnung groß auf. Und er bleibt sich treu. Wo andere Filmemacher wegblenden, hält er mit einer bevorzugt starren Kamera und in perfekt arrangierten, gerne symmerischen Einstellungen gnadenlos drauf. Dadurch wird der Zuschauer in die Auseinandersetzung mit dem Gezeigten gezwungen. Was nicht immer gut tut, einen aber die Bilder nicht so schnell vergessen lässt.
Zitty Berlin
Drama, Ö/D/F 2012, 121 Min.
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Margarete Tiesel, Peter Kazungu, Inge Maux
Das lief im Kino
Kurzwaren #2
13.06. 20:15 Uhr
Filmarche Berlin zeigt: Neue Kurzfilme aus Berlin
In Zusammenarbeit mit der Filmarche Berlin geht unsere neue Kurzfilmreihe in die zweite Runde! Jeden Monat zeigen wir euch eine erlesene Auswahl großartiger Kurzfilmproduktionen, die an der selbstorganisierten Kreuzberger Filmschule entstanden sind. Einige der Filmemacher sind wieder anwesend und freuen sich darauf, mit euch anschließend in der Kinobar über die Filme zu reden.
Fragments of Ava. Regie: Zara Zandieh. Ein Film über eine Frau, eine Sexarbeiterin und einem (fast) alltäglichen Arbeitstag. Erste Etage. Regie: Nathalia Sanhueza. Walter lebt einsam, sein stupider Alltag hält ihn gefangen. Bis er Rosa begegnet. Nich mit Dieter. Regie: Christian Heinebockel. Um sein Grundstück zu retten, überfällt Dieter die Dorfsparkasse, nichtsahnend, dass sein Rivale Werner den gleichen Plan hat. Musik liegt in der Luft. Regie: Tim Bosse. "Sie" steht auf Musiker. Doch wie kann man denn auf die Schnelle Musiker werden? Traumwald. Regie: Magdalena Lepp. Nathalie flüchtet in den Wald und findet einen Freund. Doch als die Nacht hereinbricht, verändert sich der Wald.
Zwei Mütter
Katja und Isa sind ein lesbisches Paar und sie wollen ein Kind. Deutsche Samenbanken und Kliniken helfen nicht weiter, Versuche bei Ärzten sind kostspielig und bleiben erfolglos. Die Beziehung gerät unter Druck - auch, als sich endlich ein Weg auftut. Die Sehnsucht zweier Menschen scheitert an der deutschen Wirklichkeit. Ein Spielfilm, der auf den Erfahrungen vieler Frauen beruht. Ausgezeichnet mit dem Dialogue-en-perspective-Preis der Berlinale 2013.
Der Druck, dem gleichgeschlechtliche Frauen ausgesetzt sind, ist durch die Gesetzeslage, den hohen finanziellen Aufwand und die mehrmaligen Versuche, schwanger zu werden, enorm. Zu den äußeren Belastungen kommt ein innerer psychologischer und emotionaler Druck, zum Beispiel durch Schwierigkeiten, vor Freunden oder der Familie überhaupt zu rechtfertigen, dass man als gleichgeschlechtliches Paar ein Kind bekommen möchte. Welche Belastungen daraus für die Beziehung der beiden Mütter entstehen und wie das Paar damit umgeht, dieses Thema behandelt der Film.
Anne Zohra Berrached
So sensibel wie authentisch inszenierter und gespielter, gut recherchierter Film über ein lesbisches Paar, das sich ein Kind wünscht und bei der Umsetzung dieses Wunsches an vielerlei Grenzen stößt, die der rechtliche und gesellschaftliche Rahmen vorgeben.
filmstarts.de
Drama, D 2012, 79 Min.
Regie: Anne Zohra Berrached
Darsteller: Sabine Wolf, Karina Plachetka
Kino Zukunft
ZUKUNFT // Ostkreuz
Laskerstr. 5 (Markgrafendamm)
10245 Berlin-Friedrichshain
S-Bahnhof Ostkreuz (300m)
Tel. 017657861079
Eintritt: 4,90 €
Troika-Karte: 6x stempeln, 1x frei ins Kino - gültig für die Kinos Zukunft, Pompeji und Tilsiter Lichtspiele
Kinoprogramm
Flyer Juni 2013 »
Kinoprogramm Tilsiter Lichtspiele, Kino Zukunft & Freiluftkino Pompeji
Freiluftkino Juni 2013 »
Kinoprogramm Freiluftkino Pompeji

Biergartensaison
Der Biergarten der Zukunft ist geöffnet. Vor dem Film und nach dem Film könnt ihr unser Hausbier und alle anderen Getränke im Freien genießen, und im Grünzeug entspannen.


